Dieser Blog erzählt die Geschichte von drei Handvoll Erde und und ihrer Reise durch ein Jahrhundert.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Spanische Reiter auf kunstrasengeschütztem Biertisch




Seit gestern steht die Installation MAYERS ERDE auf Zeche Zollverein auf 30m im Rundeindicker, aufgebaut!
Der inszenierte Forschungsapparat im Projekt MAYERS ERDE eröffnet am UNESCO-Welterbetag im Areal A [Schacht XII], Kohlenwäsche [A14] und genauer dort eben im Rundeindicker am
Sonntag, den 1. Juni 2014 um 14 Uhr. Neben dem kleinen Video vorab, finden Sie neue Versuche eines adäquaten Umgangs mit historischen Graberden von 1914 und Reflexionen um den aktuellen Umgang mit historischer und gegenwärtiger Erinnerungskultur im Jubiläumsjahr 2014.


Spanischer Reiter auf kunstrasengeschütztem Biertisch
Neben eigenen Inszenierungen, Originalfunden von den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges sind Schülerarbeiten und Filme des Gymnasium Paulinum und Skizzenbücher vom Widukind Gymnasium in Enger in die Installation integriert.

Zum performativen Vortrag im Rundeindicker der Zeche Zollverein möchte ich Sie sehr herzlich einladen. Der Vortrag findet im Kontext des Projektes Remember 1914-1918 statt.

Ruppe Koselleck, am 22. Mai 2014
im Projekt MAYERS ERDE


MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918

Donnerstag, 22. Mai 2014

Der andere Magdeburger Reiter


Albert Mayer (24. April 1892 - 2. August 1914), Tournierreiter und Leutnant zu Pferde

Während ich meine Memorialen Interventionen in Magdeburg vornahm, befragte ich Passanten ob sie denn den Albert Mayer kennen würden und bekam unisono staunende Blicke zurück. Welchen Mayer? Den Egon? Nö, noch nie gehört. Wer ist das? Wohnt der hier?


Anders als Jules André Peugeot, der erste französische Gefallene des Grande Guerre, dem alljährlich eine Zeremonie zur Erinnerung gewidmet ist, kennt man in Magdeburg (und wohl auch in ganz Deutschland) den Albert Mayer nicht. Der gebürtige Magdeburger - Leutnant zu Pferde - erschoß am 2. August 1914 und damit ein Tag vor der kaiserlichen Kriegserklärung an Frankreich, den Korporal Jules André Peugeot in Joncherey bei Delle nahe der Burgundischen Pforte, bevor er selbst, tödlich getroffen vom Pferd fiel. Da der Krieg noch unerklärt war und der Bankierssohn Mayer mit vier weiteren Reitern nach Frankreich auf Patroullie geschickt wurde, handelt es sich um einen illegalen Grenzübertritt - handelt es sich bei dem Gefecht mit den tödlichen Folgen möglicherweise sogar um Mord. Die Toten von Joncherey sind die Folgen des imperialen und völkerrechtsbrüchigen Deutschen Kaiserreiches und so kam es zustande, dass man den Peugeot in Frankreich in Erinnerung und den Mayer eher in Vergessenheit hält.

Meine Magdeburger memorialen Interventionen in den öffentlichen Raum konstruierten für wenige Stunden ein ALBERT MAYER STRASSE und hinterließen Spuren der Erinnerung in Form von Aufklebern auf dem Parkscheinautomaten vor seinem Elternhaus oder einem Laternenpfahl vor seinem Geburtshaus nicht weit der Elbe.

Am 20. Mai 2014 erhielt ich im Kaiser Otto Saal im Kulturhistorischen Museum die Gelegenheit einen performativen Vortrag rund um die unterschiedlichen Gedächtniskulte zu halten. In meinem Nacken und auf dem Pferde die Skulptur von Kaiser Otto - der eigentliche große und bekannte Magdeburger Reiter. Für nur wenige Stunden nutzte ich die Gelegenheit dem unbekannten Albert Mayer eine minimal-monumentale Erinnerung zuteil werden zu lassen. Der andere Magdeburger Reiter resp. die Abbildung seines Grabes vom Soldatenfriedhof in Illfurth (Elsass) lag dem hochsakral inszenierten Kaiser in der Apsis des Vortragssaal zu Füßen.



Parkscheinautomat, Richard Wagner Straße, Magdeburg 2014


Die Aufkleber auf dem Parkscheinautomaten, die an Mayer und auch Peugeot erinnern zurück - solange bis die klebenden Marken der Erinnerung wieder beseitigt werden.

Die nächste Veranstaltung im Kontext MAYERS ERDE findet am 1. Juni 2014 um 14 Uhr in der Zeche Zollverein statt.

Wohin mit historischen und "heiligen" Graberden? Wie inszenieren wir unsere Erinnerung an den fernen Krieg? Wie fern ist dieser Krieg? Worin liegen die Unterschiede nationaler Erinnerungskulturen? Was soll aus Mayers Erde werden?
Man konnte Mayer nicht und hatte seine Familie nicht gefragt, als man 1937 mit offizieller französischer Genehmigung drei handvoll Graberden in eine Opferreliquie verwandelte... Kann man Geschichte mit einer Geste beenden? Wen interessiert der 1. Weltkrieg?

Gibt es ein ziviles Gedenken an den militärischen Tod?

Zum performativen Vortrag im Rundeindicker der Zeche Zollverein möchte ich Sie sehr herzlich einladen. Der Vortrag findet im Kontext des Projektes Remember 1914-1918 statt.

Ruppe Koselleck, am 22. Mai 2014
im Projekt MAYERS ERDE


Veranstaltung: Remember 1914-1918
Ausstellungseröffnung: 01.06.2014, 14.00 Uhr
Termin: 02.06.-29.06.2014,  täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: Universitäten Paderborn und Osnabrück
Ort: UNESCO-Welterbe Zollverein, Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen
Areal A [Schacht XII], Kohlenwäsche [A14], Rundeindicker

MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918

Sonntag, 18. Mai 2014

Memoriale Interventionen zu Magdeburg

Mayerstadt Magdeburg - Postkarte für die Stadt Magdeburg, die ihrem Gefallenen Soldaten gedenkt.
Ich packe gerade den Wagen für meine Reise nach Magdeburg, dem Geburtsort von Albert Mayer, dem ersten Gefallenen Deutschen Soldaten von 1914. Ist sein "Pech" der erste Gefallene des Weltkrieges zu sein, der besonderen Erinnerung wert? Ist der Erstgefallene gar ein persönlicher Titel, der verblasst vor den Millionen die ihm folgen werden? Ist das persönliche Unglück eine militärische Kategorie? Gibt es eine zivile Erinnerung an den soldatischen Tod?

Auf den Spuren der Erinnerung rund um den Menschen Mayer besuchte ich bereits einmal den Geburts- und Wohnort und fand keine Verweise auf den am 2. August 1914 gefallenen Leutnant zu Pferde. Mayer war ein Tag vor Kriegsausbruch auf Patroullie nach Frankreich geschickt worden und tötete in Joncherey den Sous-lieutnant Jules André Peugeot - den ersten Französischen Toten des Grande Guerre.

Beschilderung für nur einen Tag - Albert Mayer Straße in Magdeburg

Ursachen und Zusammenhänge für den unterschiedlichen Umgang mit der Erinnerung rund um die tragische Begegnung der beiden 22 und 21 Jahre jungen Soldaten, deren tödlicher Ausgang den Beginn des Krieges zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich markierten, sind das Thema dieses Blogs - Ausgangspunkt einer künstlerischen und historischen Forschung, die sich dem aktuellen offiziellen Gedenkzeremonien entzieht. 

Anders als Peugeot, dem bis heute unterschiedlich gedacht wird, ist Albert Mayer als erster Gefallener des Weltkrieges weitgehend in Vergessenheit geraten. Diesen Zustand werde ich in Form temporärer Interventionen für nur einen Tag verändern und an den historischen Orten eine reale Beschilderung hinzufügen.

Am Dienstag abend werde ich um 19 Uhr im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg einen künstlerischen Vortrag zu Albert Mayer und seine im Dritten Reich mißbrauchte Graberde halten, deren Rückführung zu seinem Grab in Vorbereitung ist.

Der Vortrag behandelt historische Graberden und den künstlerischen Umgang mit ihnen.

Neben dem Vortrag zeige ich Ausstellungsstücke, Originale, Postkarten und multiple Transformationen aus der Installation MAYERS ERDE, die bis Sonntag noch in der Welterbestätte Bergwerk Rammelsberg zu sehen sind....

Sehr herzlich möchte ich Sie zum Vortrag Mayers Erde oder dreierlei Geschichten aus Zeit und Erde einladen!

(Bei Nachfragen können Sie mich vorab am 20. Mai 2014 ab 14 Uhr telefonisch unter
0177.9700095 erreichen.)

Ort: Kulturhistorisches Museum Magdeburg, 19 Uhr, Otto-v.-Guericke-Straße 68-73

Ruppe Koselleck,
am 20. Mai 2014 im Projekt MAYERS ERDE

MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918

Freitag, 9. Mai 2014

Vor der Zeche

Bevor das Projekt MAYERS ERDE nach Zeche Zollverein reist, werden aktuell Zwischenstände gleich an drei Orten gezeigt.

Probeaufbau Pokal
Letter Art, Schülerarbeit
Am 12. Mai 2014 von 10 - 12:30 Uhr kann man den INSZENIERTEN FORSCHUNGSAPPARAT rund um Mayers Erden in der Ateliergemeinschaft Schulstraße sehen.

Dort ist ein Kunstkurs von Anne Kückelhaus von der Marienschule mit Ihren Arbeiten zu Besuch, die im Projekt LETTER ART entstanden sind und die ebenso zur Ausstellung REMEMBER 1914-1918 nach Essen reisen.

Noch bis zum 15. Mai ist MAYERS ERDE  in Goslar im Bergwerk Rammelsberg aufgebaut, bevor ich die Sachen einpacke um am 20. Mai in Magdeburg um 19 Uhr in einem Vortrag im Kulturhistorischen Museum, dreierlei Geschichten aus Zeit und Erde vorstellen werden.

Sehr herzlich lade ich Sie zu den Veranstaltungen ein!

Ruppe Koselleck,
am 9. Mai 2014 im Projekt MAYERS ERDE

Letter Art - Schülerarbeit, 10. Klasse, Marienschule, Münster
MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918

Donnerstag, 10. April 2014

Mayer´s Feldblumen

In der Rezeptions- und Verwendungsgeschichte des ersten Deutschen Toten des Ersten Weltkrieges findet Albert Mayer in der Ausstellung "Menschen im Krieg am Oberrhein 1914-1918" eine besondere Erwähnung. Rainer Brüning - Kurator der Ausstellung -  beschreibt Mayer als einen jungen Mann, der begierig darauf aus ist, eine Heldentat zu vollbringen und läßt ihn Richtung Belfort "losstürmen". Sein tragischer Tod dient als Beleg für eine Kriegsbegeisterung im Deutschen Kaiserreich, die zwar allgemein feststellbar ist, im Falle von Albert Mayer, der auf Befehl ein Tag vor Kriegsausbruch auf Patroullie nach Frankreich geschickt wird, durchaus strittig ist.
Sein letzter Brief an seine Eltern ist von Nachdenklichkeit gekennzeichnet und von Todesahnungen durchwachsen. Seine Begeisterung oder gar Freiwilligkeit als ein illegaler und völkerrechtsbrüchiger bewaffneter Reiter nach Frankreich einzufallen, darf bezweifelt werden.

Als ein bürgerlicher Bankierssohn aus Magdeburg ist Mayer durchaus deutsch-national erzogen aber bereits sein Eintritt zum Militär ist nicht von Begeisterung gekennzeichnet. Marc Glotz beschreibt den Menschen Mayer in seiner Broschüre über die tragischen Ereignisse, die zum Tode von Jules André Peugeot und Albert Mayer - den ersten beiden Französischen und Deutschen Gefallenen führen, sehr anschaulich und stellt Mayer´s "Kriegsbegeisterung" in Zweifel: "Der Älteste - Albert - fand sich schließlich nach längerem Zögern bereit, um der Familienehre willen, wie er es selber ausdrückt, die Uniform anzuziehen".

Im Kontext des Projektes "MAYERS ERDE" - dem Versuch die Verwendungsgeschichte von Albert Mayer und seiner Graberde einer künstlerisch-historischen Forschung zu unterziehen, ist das Interview des Kurators aus Karlsruhe insofern von Bedeutung, als dass Tote sich nicht wehren können und sie stets Opfer jeweils aktuell vorherrschender Sichtweisen der Erinnerung werden.

Während des Dritten Reiches steigt Albert Mayer kurzfristig als Erstes Opfer zu einem verehrungswürdigen Helden auf, dessen Graberde zur Widukind Gedächtnisstätte nach Enger gebracht werden, später gerät Mayer in Deutschland in Vergessenheit und bleibt fast nur noch in Frankreich am Tatort in Joncherey in Erinnerung. Man nennt ihn auch Camille Mayer und Legenden bilden sich, er sei möglicherweise ein Elsässer und damit ein doppelt tragisch Gefallener.

In Illfurth auf dem Deutschen Soldatenfriedhof wird ihm ein eigener Grabstein gewidmet, der ihn als Erstgefallenen auszeichnet. In Müllheim wird ihm ein Ehrenraum im Jägerdenkmal für sein Regiment erstellt. Mayer selbst bleibt tot.

Und tot bleibt tot da helfen keine Denkmäler nicht, keine Feldblumen und keine Radieschen.

Ein zentraler Grund, Albert Mayer seine Graberde in einer stillen Geste zurückzubringen sind die vielen Zuweisungen - Held, Opfer, Täter oder Mörder - die ihm zuteilig werden. 

Die Ge- und Mißbrauchsgeschichte in einer persönlichen und privaten Geste zu beenden und zugleich diese Handlung als eine Fußnote in die Geschichtsschreibung einzutragen, ist ein Ziel dieser Seiten, meiner Promotion und der vielen gesammelten künsterischen Reaktionen auf seine ehedem "heilige Grabeerde", die in Ilffurth an seinen Ausgangsort zurückkehren soll.

Mehr zu Mayers Erde finden Sie aktuell in Goslar im WELTKULTURERBE RAMMELSBERG in der Installation des inszenierten Forschungsapparates im Kontext von Remember 1914-1918, zu der ich Sie sehr herzlich einladen möchte.

Ruppe Koselleck,
am 10. April 2014 im Projekt MAYERS ERDE

MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918

Dienstag, 1. April 2014

[terra'i;n]

In letzter Minute vor Ausstellungseröffnung in Goslar reichte Simon S. noch den Transformationsvorschlag Terrain [terra'i;n] ein. Ein Extrakt aus der Graberde des Ersten Gefallenen von 1914 wird zu einer Droge aufbereitet, die dem Kampfeinsatz dienlich sei. Die bislang vielleicht böseste Satire im Kontext der Verwendungs- oder Verwertungsgeschichte der historischen Graberde.
Analog zur Verwendung der Grabeerden als Blut-und-Boden Reliquie zur Steigerung der Opferbereitschaft der Deutschen Jugend im NS Staat, findet hier unter einem wissenschaftlichen Vorzeichen eine Weiterentwicklung und mithin eine Aktualisierung im Sinne eines historischen Wandels von 1914 bis 2014. In dem mit abgelichteten Beipackzettel verweist der Autor auf die Straffälligkeit des Konsums von Terrain und stellt damit die Frage der Legalität des mutmachenden Kriegsmittel in den politisch-gesellschaftlichen Raum. Die Verwendung von enthemmenden Drogen für Soldaten im Kriegseinsatz koppelt Simon mit Fragen einer justiziablen Bewertung des Betäubungsmittelgesetzes [BTMG]. Was bedeutet Legalität im Kontext kriegerischer Auseinandersetzung? Welche Mittel sind zulässig? (...)

Seine radikale künstlerische Transformation der Aura der Graberde des Albert Mayer wird so zu einem intelligenten Destillat, das sich Terrahydrochlorid nennt, und damit einen medizinisch wirksamen Anteil im Kontext der aktuellen Erinnerungskultur ausmacht. Ein kleines Döschen mit roten Schraubverschluß wird zu einem sarkastischen Beitrag zu dem 100. Jahrestages des Ersten Weltkrieges, der den Blick auf die Verwertungsstrategien von Geschichte schärft.


Transformierte Vergangenheiten können als ein Geschichtsdoping wirken. Sein betäubender Charakter ist sinnfällig, gefährlich und führt zu einer intelligenten Intervention in den Rezeptionsalltag heute.
In der Auswahl, an was wir wie erinnern, tauchen Fragen des Erinnerungsprofits auf, der den Mißbrauch mit Opfern im Nachhinein ermöglicht. [terra'i;n] überspitzt den möglichen Mißbrauch mit den Toten und würdigt damit auf eine fundierte und hintergründige Weise das Schicksal von Albert Mayer. Denn das erste Opfer konnte sich nicht gegen die Verwendung als NS-Erdreliquie wehren - sein Gedenken wurde zur Heroisierung von Opferbereitschaft verwendet.

Das besondere Gedenken an seinen Tod, - "sein Opfer für das Vaterland" -  greift Simon 2014 so auf, dass einem Atem stockt, wenn man sich diese Erde in einer Line durch einen Geldschein selbst verabreicht.

Geschichtsdoping wird strafbar - wenn auch über den Umweg über das [BTMG].

Ruppe Koselleck,
am 1. April 2014 im Projekt MAYERS ERDE

[terra'i;n] entstand im Kontext eine EF-Kunstkurses mit dem Gymnasium Paulinum, Münster.

MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918

Donnerstag, 27. März 2014

Aufgebaut




Bin gerade fertig geworden. Ein Besen steht noch - und er steht gut in der Installation MAYERS ERDE. Eröffnung ist am 1. April 2014 um 19 Uhr im Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar. 

Ich zeige MAYERS ERDE als den inszenierten Forschungsappart des ONLINEPROMOVENTEN.

Um 20 Uhr werde ich den Versuch unternehmen in einem performativen Vortrag die Translokation einer historischen Graberde zu erläutern.

Es geht um Albert Mayer - den Ersten Deutschen Gefallenen von 1914 und insbesondere seine Graberde, die 1937 zu einer Blut und Boden Reliquie transformiert wurde. Wie geht man vor, wenn man eine Blubo-Reliquie zu profanieren hat?

100 Jahre nach dem Tod des Leutnants zu Pferde werde ich in einer stillen Geste seine Erde an das Grab des toten Soldaten zurückbringen.

Geplant ist ein ganzes langes Jahrhundert mit der Fußnote einer Geschichte aus Zeit und Erde abzuschließen.

Zu Gast in der Installation sind Original Eisenhaltige Fundstücke und Projektarbeiten sowie Videos, die in Kooperation mit den Universitäten Münster und Osnabrück, dem Widukind Gymnasium Enger, dem Gymnasium Paulinum Münster sowie dem Widukind Museum Enger entstanden sind.

Die Totalinstallation zeigt den aktuellen Forschungsstand der künstlerischen ONLINEPROMOTION.



Ruppe Koselleck,
am 27. März 2014 im Projekt MAYERS ERDE

MAYERS ERDE ist ein Kooperationsprojekt des Onlinepromoventen mit der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Brenne,  dem Widukind Museum Enger sowie Remember 1914-1918